Immobilienpreise nach Corona

Die Entwicklung der Immobilienpreise in Deutschland nach der Coronakrise

Die Coronakrise bewegt die Immobilienpreise in Deutschland gerade in den Ballungszentren. Allen voran werden hier höchstwahrscheinlich die im Preis hoch angesiedelten Räume wie München, Hamburg und Stuttgart durch die Pandemie einen Preisrückgang erfahren.

In welchem Ausmaß und wie weit dies regionale Unterschiede machen wird bleibt zwar derzeit noch abzuwarten, betrachtet man allerdings die Entwicklung der Finanz- und Bankenkrise ab dem Jahr 2008, so kann man hieraus diverse Aussagen ableiten.

Bezüglich der Mietpreise kann davon ausgegangen werden, dass das Niveau der regionalen Mietpreisspiegel eher gering bis gar nicht betroffen sein wird. In der damaligen Krise gingen die Mietpreise kaum merklich zurück und stiegen sogar kurz darauf relativ schnell wieder an. Dazu kommt, dass der Rückgang der Preise auch nur für relativ kurze Zeit überhaupt zum Tragen kommt.

Im Gegensatz zur Finanzkrise werden allerdings genau die damals extrem gefragten Ballungszentren mit andauernder Coronakrise an Attraktivität verlieren. Abstand, Freiraum und Möglichkeiten der Freizeitgestaltung im Freien gewinnen an Wert gegenüber dem kurzen Weg zur Arbeit – welcher oft in Kombination mit öffentlichen Verkehrsmitteln bzw. generell größeren Menschenansammlungen einhergeht.

Durch den Lockdown bedingt wird die Wirtschaft einen Einbruch mit möglicherweise historischen Ausmaßen erleben. Dies hat zur Folge, dass Firmen weniger investieren, weniger neue Arbeitsstellen schaffen, das Lohnniveau stagniert oder sogar sinkt und die Menschen daher mehr auf Sicherheit bedacht sind und weniger Geld ausgeben werden.

Die Bereitschaft, sein Erspartes in neue Immobilien, eine Eigenheim oder einfach den Wechsel in eine neue Region zu wagen schwindet dadurch, was gerade die hochpreisigen Ballungszentren voraussichtlich stark zu spüren bekommen werden – und das kulturelle Angebot der Städte liegt bekanntermaßen ja derzeit auch auf unbestimmte Zeit brach bzw. ist massiv gebremst und eingeschränkt.

Analysiert man nun die weltweite Situation und die Auswirkungen der Corona-Pandemie, steht Deutschland, genau wie damals in der Finanz- und Bankenkrise, erneut sehr gut da. Das aktuelle Krisenmanagement in Deutschland und der damit verhältnismäßig moderate Verlauf der Krise machen Deutschland wiederum für ausländische Investoren attraktiver. Wer hier lebt, hat gute Chancen zu überleben. So oder so ähnlich könnte man die These formulieren. Dieser Umstand spricht dann allerdings wieder dafür, dass der oben beschriebene Preisverfall bzw. -rückgang nur eine relativ kurze Zeit zum Tragen kommt.

Übersteht Deutschland die aktuelle Coronakrise also besser als andere große Industrienationen, so kann vermutet werden, dass es auf dem Immobilienmarkt zwar zu einer (sich bereits abzeichnenden) Atempause kommt, mittel- bis langfristig ist es jedoch durchaus denkbar, dass der Standort Deutschland, gerade in den attraktiven Regionen, in großem Maße von der Entwicklung profitieren wird, was dann wieder zu steigenden Immobilienpreisen – auch in den Ballungszentren – führen wird.

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